Wein für Oettinger

Spannend und abwechslungsreich ging das Jahr 2014 für mich zu Ende. In der Woche vor Weihnachten fuhren wir, der gesamte Rheinhessische Weinadel, für vier Tage nach Berlin. Zu dieser Bildungsreise wurden meine Prinzessinnen und ich von Marcus Held eingeladen. Dort erwartete uns, neben einer persönlichen Führung durch den Bundestag auch ein Besuch im Willi-Brandt-Haus, im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und der Landesvertretung Rheinland-Pfalz. Interessante Gespräche über verschiedenste (wein-)politische Themen begleiteten uns dabei. Aber eine Reise nach Berlin ist nicht nur eine Reise in die deutsche Politik, sondern auch in die deutsche Geschichte. Eine Besichtigung der Ausstellung „Topografie des Terrors“ war dazu eine wichtige Adresse für uns. Nach diesen eindrucksreichen Tagen, wären wir gerne noch länger in Berlin geblieben, aber die Pflicht rief uns zurück in unsere rheinhessische Heimat.

Zuhause angekommen, war ich bereits seit 100 Tagen im Amt. Zu diesem Anlass haben wir im eigenen Weingut Willersinn eine kleine öffentliche Veranstaltung organisiert. In einer Talkrunde konnten die Gäste mehr über das „Leben als Weinkönigin“ erfahren.

Wortwörtlich zauberhaft, war der letzte Termin des Jahres: Beim „Wein und Wunder“ Weihnachtspecial habe ich zum weihnachtlichen Menü von Frank Gebert nicht nur Top-Weine vorstellen dürfen, sondern mich auch von der Zauberei von Oliver der Luca faszinieren lassen.

Auch das neue Jahr startete erlebnisreich. Gleich am ersten Januar ging es zum ersten von insgesamt vier Neujahrsempfängen nach Mainz. Auf dem Marktplatz am Dom stimmten die Mainzer Garden schon einmal auf die fünfte Jahreszeit ein. Daraufhin folgte eine Einladung auf den Neujahrsempfang der Stadt Bingen, in der ich vor vier Monaten gekrönt wurde. Anschließend haben wir in meiner Heimatgemeinde Stadecken-Elsheim die Bürgerinnen und Bürger, ebenfalls in einer kleinen Talkrunde, über das Amt und meine Aufgaben informiert. Wahrlich königlich wurde es dann auf dem Neujahrsempfang des Landes Rheinland-Pfalz, denn neben der Deutschen Weinkönigin, kamen hier fast alle Gebietsweinköniginnen des Bundeslandes zusammen.